Thomas Hürlimann

Fräulein Stark
Amman 2001

Mademoiselle Stark
Le Seuil 2004

Juffrouw Stark
de Geus 2002

alle Sprachfassungen

Über dieses Buch:

Ein 13jähriger Junge verbringt bei seinem Onkel den Sommer, bevor er in eine strenge Klosterschule eintreten muss. Der Onkel, ein wunderbar erzählter Büchermensch, ist Prälat und Monsignore.

Er leitet als Bibliothekar die im ganzen Abendland berühmte Stiftsbibliothek von St. Gallen, während seine Haushälterin das katechismusfromme Fräulein Stark, des Lesens und Schreibens nicht sattelfest kundig, mit eisernem Zepter die Aufsicht über den Buben führt.

Während der Ausübung seines Amtes als Pantoffelministrant, vor den Füßen der Besucherinnen kniend, merkt der vorlaute Junge, dass er über eine Nase verfügt, einen Riecher, der immer mehr von ihm Besitz ergreift und seine Phantasie, seinen Eros in Gang setzt. Nicht unbemerkt von Fräulein Stark ... (Klappentext)

Über den Autor:

Literarisch setzt sich Thomas Hürlimann, dessen jüngerer Bruder 1979 an Knochenkrebs starb, immer wieder mit den Folgen von Vergänglichkeit und Tod auseinander. Der Schweizer ist seit 1974 freier Schriftsteller, lebt abwechselnd in der Schweiz und Deutschland und ist seit 2001 als Universitätsdozent in Leipzig und Konstanz tätig.

Von Kritikern gelobt wurde die Novelle Das Gartenhaus (1989) über die Entfremdung zweier Eheleute nach dem Tod des Sohnes. Außerdem ist Hürlimann ein gesellschaftskritischer Autor, etwa in der Novelle Fräulein Stark (2001) gegenüber der katholischen Kirche.

Nach mehreren Theaterstücken kam 1998 der erste Roman Der große Kater heraus, eine Politsatire Hürlimanns, dessen Vater selbst Politiker war. Das Werk wurde mit Bruno Ganz in der Hauptrolle verfilmt.