Delphine de Vigan

Les loyautés
JC Lattès (2018)

Loyalitäten
Dumont (2018)
Übersetzung: Doris Heinemann

Verborgen verbintenissen
de Geus (2019)
Vertaling: Eef Gratama & Floor Borsboom

Alle Sprachfassungen

Über dieses Buch:

Der 12-jährige Théo ist ein stiller, aber guter Schüler. Dennoch glaubt seine Lehrerin Hélène besorgniserregende Veränderungen an ihm festzustellen. Doch keiner will das hören. Théos Eltern sind geschieden und mit sich selbst beschäftigt. Der Junge funktioniert und kümmert sich um die unglückliche Mutter und den vereinsamten Vater. Um ihren Sohn müssen sie sich keine Sorgen machen. Doch Théo trinkt heimlich, und nur sein Freund Mathis weiß davon. Der Alkohol wärmt und schützt ihn vor der Welt. Eines Tages wird ihn der Alkohol ganz aufsaugen, das weiß Théo. Doch wer sollte ihm helfen? Hélène, seine Lehrerin, würde es tun, wie aber soll das gehen, ohne dass er die Eltern verrät? Mathis beobachtet das alles voller Angst. Zu gerne würde er sich seiner Mutter anvertrauen, allerdings ist Théo sein einziger Freund. Und einen Freund verrät man nicht. Außerdem würde er damit auch demjenigen in den Rücken fallen, der den Minderjährigen den Alkohol besorgt. Und der ist es, der das gefährliche Spiel in dem schneebedeckten Park vorschlägt, bei dem Théo bewusst den eigenen Tod in Kauf nimmt.

Über die Autorin:

Delphine de Vigan wurde 1966 in Paris geboren. Ihre ersten vier Romane schrieb sie nachts, während sie tagsüber als Soziologin arbeitete.

Ihr Traum von der Literatur zu leben, erfüllte sich für sie im Jahr 2007, als No et moi (dt. No & ich, Droemer, 2008) erschien. Das Buch wurde zum Bestseller und wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Für diesen mehrfach ausgezeichneten Roman, der von der Jugendfreundschaft eines hochbegabten Mädchens zu einer 18jährigen Obdachlosen erzählt, recherchierte de Vigan intensiv über die Situation obdachloser Frauen.

Es folgten weitere große Erfolge, wie zum Beispiel D’après une histoire vraie (dt. Nach einer wahren Geschichte, DuMont, 2016) welches Roman Polanski als Basis für seinen gleichnamigen Film nahm.

Delphine de Vigan war bereits 2014 mit ihrem Buch Das Lächeln der Mutter Teil des Euregio-Schüler-Literaturpreises. Dieses Jahr wurde ihr Roman Les loyautés (dt. Loyalitäten) nominiert.

(August 2021)

Delphine de Vigan, Foto: © Delphine Jouandeau
Delphine de Vigan, Foto: © Delphine Jouandeau