Claire de Oliveira

Claire de Oliveira ist Dozentin an der Sorbonne Universität in Paris und hat eine Doktorarbeit über die Poesie der Rumäniendeutschen verfasst. Sie hat unter anderem Joseph Roth, Elias Canetti, Stefan Zweig, Herta Müller, Birgit Vanderbeke, Kathrin Schmidt und Botho Strauss übersetzt. Aber auch rumänische Autoren (Geo Bogza, Ion Vinea, Gheorghe Dinu, Ana Blandiana, Matei Visniec, Magda Carneci, Gib Mihaescu), und Dichter der deutschsprachigen Minderheiten im Banat (Johann Lippet, Rolf Bossert, Horst Samson).

Sie ist Ausbilderin in Zentren für literarische Übersetzungen und Gewinnerin des André Gide Preises (1998) und des Nerval Preises (2004); das österreichische Kulturministerium zeichnete ihre Übersetzung der Essays von Joseph Roth und Gier von Elfriede Jelinek aus. Sie hat Thomas Manns Der Zauberberg für den Verlag Fayard und Kafkas Tagebücher für Gallimard la Pléiade neu übersetzt.

Sie ist Präsidentin des Nerval-Goethe-Preises für literarische Übersetzung und seit 2016 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Literatur.

Mit ihren Übertragungen von Jenny Erpenbecks Gehen, ging, gegangen sowie von Iris Wolffs Die Unschärfe der Welt vom Deutschen ins Französische ist Claire de Oliveira im Rahmen des Euregio-Schüler-Literaturpreises 2023 für einen Übersetzungspreis nominiert.

(Juni 2022)